Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam
vom 15. Januar 2023
Von den vier Purusharthas
– Dharma, Artha, Kama und Moksha –
bezieht sich der erste, Dharma, im allgemeinen Sprachgebrauch
auf Handlungen wie Wohltätigkeit, die Pflichten
des eigenen Ashrama (Lebensabschnitt), Pilgerreisen und andere gute Taten.
Diese beziehen sich jedoch nur auf äußere Handlungen.
Der wahre Dharma eines jeden Menschen besteht darin,
sich nach Kräften um das Erkennen des Göttlichen zu bemühen.
Die Einhaltung der Pflichten,
die mit den verschiedenen Ashramas (Brahmacharya, Grihastha, Vanaprastha und Sanyasa) verbunden sind, hängt mit dem jeweiligen Lebensabschnitt zusammen.
Die Pflichten machen nicht den eigentlichen Dharma aus.
Dharma sollte zur Selbsterkenntnis führen.
In ähnlicher Weise bedeutet Artha nicht, wie gemeinhin verstanden,
die Anhäufung von Besitz und Reichtum.
Sie können durchaus anartha (unheilvoll) werden; sie sind nicht von Dauer.
Der Erwerb von solchem Reichtum kann nicht als Purushartha betrachtet werden.
Der wahre Reichtum, den der Mensch erwerben sollte,
ist die Weisheit, die mit dem Göttlichen verbunden ist.
Sri Sathya Sai, 14. Januar 1985

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