Dienstag, 28. Februar 2023

Gott ist rein

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 28. Februar 2023

Ravana und Vibhishana, zwei Brüder,
die von denselben Eltern geboren wurden,
hatten diametral entgegengesetzte Naturen
aufgrund der Nahrung, die sie zu sich nahmen.

Ravana genoss rajasische Nahrung, während Vibhishana
sich an sattvische Nahrung hielt. Gemeinschaft ist schwierig, wenn nicht
die gleiche Qualität der Nahrung bevorzugt wird.
Wenn beide sich von rajasischer Nahrung ernähren,
kann die Freundschaft nicht von Dauer sein, auch wenn sie die gleiche Natur haben.

Neid und Hass werden das Band bald zerreißen.
Die sattvische Natur wird den Menschen von diesen Übeln befreien,
seinen Geist läutern und ihn auf die Reise zu Gott vorbereiten.

Denn Gott ist Sattva (rein).

Viele gleiten von der sattvischen Natur in die rajasische ab, wo das Ego vorherrscht.
Sie gleiten auch von Gott weg, denn wo das Ego in Pomp und Stolz schwillt,
kann Gott nicht wohnen. Sie mögen andere Gründe dafür anführen, dass sie Gott
aus den Augen verlieren, aber die Schuld liegt bei ihnen selbst.

Was genau ist sattvische Nahrung?
Nahrung, die dem Körper, dem Geist und dem Herzen Glückseligkeit verleiht,
ist sattvisch, das, was ein heiliges Leben unterstützt;
das, was einen auch am Ende der Mahlzeit hell hält.

Sri Sathya Sai, 25. Juli 1983

Fangt an zu dienen!

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 27. Februar 2023

Die Schüler sollten erkennen, wie wichtig es ist,
zu dienen, um das Göttliche zu erkennen.
Das macht das eigene Leben bedeutsam und zielgerichtet.

Die erste Voraussetzung für das Dienen ist die Eliminierung des Ego.
Die göttliche Gnade und die Kraft, die sie verleihen kann,
kann durch selbstlosen sozialen Dienst erworben werden.

Schüler!

Außer der Gnade Gottes wird euch nichts anderes auf Dauer zur Seite stehen.
Entwickelt Vertrauen in diese nie versiegende Quelle der Kraft und Unterstützung.

Der berühmte Wrestler King Kong,
der ein schnell fahrendes Auto stoppen konnte, starb bei einem Autounfall!
Das zeigt die Grenzen der Muskelkraft.

Wie viele Könige haben die Erde verlassen und keine Spur
von ihrem Reichtum oder ihrer Macht hinterlassen?

Schiebt die Kultivierung der Hingabe an Gott nicht auf.
Fangt an, Gott durch den Dienst an den Mitmenschen zu dienen.

Jeder noch so kleine Akt des Dienens ist ein Dienst für das Göttliche.

Sri Sathya Sai, 2. Juli 1983

Ein einzigartiges Geschenk

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 26. Februar 2023

Ratnakara, der Räuber, überfiel Reisende und Pilger
und beraubte sie ihrer Habseligkeiten.

Als einige Weise, die er angriff, ihn mit liebevoller Freundlichkeit warnten
und ihm den heiligen Pfad der Hingabe und der Ergebenheit offenbarten,
gab er seinen grausamen Beruf auf und stürzte sich in strenge spirituelle Übungen,
die ihn in einen großen Dichter-Heiligen, Valmiki, verwandelten.

Es gibt das Beispiel des Straßenräubers,
der die Finger derjenigen, die er beraubt hatte,
sammelte und sie zu einer Girlande um seinen Hals aufreihte.
Er war so stolz auf diese schreckliche Leistung, dass er sich Angulimala nannte.

Doch als er dem Buddha begegnete und auf seinen mitfühlenden Rat hörte,
wurde sein Geist gereinigt und er wurde ein treuer Anhänger des Buddha.

Der Mensch kann zu höheren Bewusstseinsstufen erzogen oder genährt werden.

Die Schriften bieten die Möglichkeit, den Geist zu läutern.
Anderen Lebewesen wird keine solche Hilfe oder Ermutigung angeboten;
sie müssen so weitermachen wie bisher.

Das ist der Grund, warum das Leben als Mensch ein einzigartiges Geschenk ist.

Sri Sathya Sai, 31. August 1983

Das Ziel der Selbsterkenntnis

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 25. Februar 2023

Der Drang des Geistes, der die Sinne beseelt, ist stärker als die Sinnesorgane.
Die Augen sind lediglich Instrumente zum Sehen,
aber das Sehen ist eine Kraft, die ihnen überlegen ist.
In ähnlicher Weise ist die Kraft des Hörens höher als das bloße Ohr.

Der Geist ist den Sinnesorganen überlegen, und über dem Geist
steht der Intellekt (Buddhi), die Kraft der Unterscheidung.
Über dem Intellekt steht das belebende Lebensprinzip (Jivatma).
Über dem Jivatma, der individuellen Seele, steht die Höchste Seele (Paramatma).
Zwischen dem Individuum und dem Göttlichen befindet sich
ein anziehender, täuschender Schleier, Maya (illusorische Kraft).

Wenn dieser Schleier fällt, werden das individualisierte Selbst
und das universelle Omni-Selbst eins.
Wenn sich der Geist von den Sinnen abwendet und sich Buddhi zuwendet,
um Erleuchtung zu erlangen, beginnt die göttliche Glückseligkeit zu fließen
und die Herrlichkeit der göttlichen Seele wird offenbart.

Buddhi fördert die Suche nach innen.

Während sich alle Sinnesorgane äußeren Objekten öffnen,
besteht wahres Sadhana darin, den Blick nach innen zu richten
und gegen den Strom zu schwimmen!

Die Menschen erkennen nur selten, wie nah das Ziel der Selbsterkenntnis ist,
wenn die Sinnesorgane nach innen gerichtet sind!
Sri Sathya Sai, 24. Juli 1983

Respekt gegenüber anderen Religionen

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 24. Februar 2023

Menschen, die sich der Allgegenwart Gottes nicht bewusst sind,
entwickeln untereinander Antagonismen
auf der Grundlage von Religion, Kaste und Rasse.

Alle Religionen haben die Zeitlosigkeit und die Allgegenwart Gottes akzeptiert.
Daher ist es seltsam, dass selbst diejenigen, die diese Wahrheit akzeptieren,
eine solche Engstirnigkeit an den Tag legen.

Denn der Hass zwischen Menschen, die sich zu verschiedenen Religionen bekennen,
führt letztlich zur Zerstörung des Glaubens an die Religion selbst.

Diejenigen, die darauf aus sind, die Religion zu zerstören,
müssen völlig hohlköpfig sein.
Was zerstört werden muss, ist religiöser Fanatismus, nicht die Religion selbst.

Die Religion anderer Menschen aus Liebe zur eigenen Religion zu verachten,
ist so, als würde man seine Liebe zur eigenen Mutter zeigen,
indem man die Mütter anderer verunglimpft.

Man sollte sich darüber im Klaren sein,
dass andere Menschen den gleichen Respekt
und die gleiche Hingabe für ihren Glauben haben,
wie man selbst für seine eigene Religion.

Die jungen Leute von heute sollten zwar ihre Verbundenheit
mit ihrer eigenen Religion pflegen, aber gleichzeitig die Überzeugungen
und Praktiken aller anderen respektieren.

Sri Sathya Sai, 24. Juli 1983

Der erste Schritt

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 23. Februar 2023

Ein fähiger Monarch wird seine Minister unter Kontrolle haben;
er wird sie in die richtigen Bahnen lenken und den Frieden
und die Sicherheit des Königreichs aufrechterhalten.

Ein Monarch hingegen, der sich von den Ministern kontrollieren lässt,
verdient den Thron nicht; er wird verschmäht und entehrt.
Sein Reich hat keinen Frieden und keine Sicherheit.

Der Verstand ist der Monarch im Menschen; die Sinne sind die Minister.
Der Verstand ist der Sklave seiner Diener geworden,
und so hat das Reich keinen Frieden.

Jeder spirituelle Aspirant, der danach strebt,
den Ausdruck und die Ausdehnung
des Göttlichen in sich zu erreichen,
muss daher die Herrschaft über die Sinne erlangen.

Das ist der erste Schritt.
Der nächste ist die Eroberung des Geistes, seine Eliminierung.
Der dritte ist die Entwurzelung der Vasanas (angeborene Neigungen),
und der vierte das Erreichen von Jnana (spirituelle Weisheit).

Die Zweige sind die Sinne, der Stamm ist der Verstand
und die Wurzeln sind die angeborenen Neigungen.
Alle drei müssen überwunden und zerstört werden, damit das Bewusstsein
der atmischen Wirklichkeit erlangt werden kann.

Sri Sathya Sai, 6. Mai 1983

Dienstag, 21. Februar 2023

Prüft Eure Leistungen!

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 22. Februar 2023

Prüft eure eigenen Anstrengungen und Leistungen
und beurteilt eure spirituellen Praktiken.

Habt ihr euch zum Beispiel nach Gott gesehnt,
habt ihr geschmachtet, habt ihr um ihn geweint, wie Tyagaraja es tat?
Habt ihr Tränen der Reue und des Jubels vergossen,
während ihr seinen Namen wiederholt oder euch seine Gestalt vorgestellt habt,
die so voll von Süße, Lieblichkeit und Schönheit ist?

Vielleicht habt ihr geweint, aber wer weiß, worüber?
Waren es Tränen, die aus Angst, Gier oder Stolz vergossen wurden –
oder weil Gott nicht in der Nähe war?

Ein kleines Kind sitzt mit einem Buch der Upanishaden auf dem Schoß
und blättert die Seiten um, konzentriert auf die gedruckten Zeilen und beobachtet
die seltsamen Schriftzeichen, bedächtig, langsam und mit großer Sorgfalt.

Ein Mönch tut dasselbe.
Kann man die beiden gleichsetzen und sagen,
dass sie beide dieselbe Handlung vollziehen?
Das Kind ist sich des Schatzes, den es in der Hand hält, nicht bewusst;
der Mönch kommt in unmittelbaren Kontakt mit der geistigen Kraft,
die die Zeilen vermitteln.

Findet für euch selbst heraus, ob auch eure spirituellen Praktiken
zielgerichtet und aufrichtig, wach und lohnend gewesen sind.

Sri Sathya Sai, 4. März 1962

Sucht nach euren eigenen Fehlern!

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 21. Februar 2023

Die Menschen sind aufgrund von zwei Fehlern
nicht in der Lage, Göttlichkeit überall zu erkennen:

(1) Sie übersehen ihre unzähligen Fehler,
(2) sie vergrößern den kleinsten Fehler anderer.

Man kann Göttlichkeit nur erlangen, wenn man aufhört,
seine Fehler zu verstecken und die Fehler anderer hervorzuheben.

Es ist eine große Sünde, nach den Fehlern der anderen zu suchen.
Sucht stattdessen nach euren eigenen.
Betrachtet euren kleinsten Fehler als einen großen Fehler
und versucht, ihn zu korrigieren.
Ignoriert die Fehler anderer, wie groß sie auch sein mögen.

Kritisiert nicht andere, sondern kritisiert und hinterfragt euch selbst:
Bin ich als Mensch geboren worden, sollte ich mich so verhalten?

Die wahre spirituelle Praxis besteht darin,
die eigenen Fehler herauszufinden und sie zu korrigieren.

Dazu gehört es, böse Tendenzen aufzugeben und edle Eigenschaften zu entwickeln.
Das ist ‚Sa-dhana‘ (spirituelle Praxis).
‚Sa‘ symbolisiert Göttlichkeit, die die Verkörperung
aller Formen von Reichtum (dhana) ist.

Sri Sathya Sai, 12. März 2002

Sonntag, 19. Februar 2023

Die Furcht vor der Sünde

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 20. Februar 2023

Der Mensch verdient es, Frieden und Glückseligkeit zu genießen,
aber er unternimmt nicht die notwendigen Anstrengungen, um sie zu erlangen.

Wenn er Liebe und Glauben kultiviert, wird er Frieden und Glückseligkeit erlangen.
Ohne diese beiden sind seine Bemühungen so fruchtlos wie ein Brief,
der weder eine Briefmarke noch die richtige Adresse hat.

Mit Liebe und Glauben an Swami könnt ihr jede Aufgabe,
die ihr euch vornehmt, bewältigen.
Beachtet drei Maxime:
Liebe zu Gott, Furcht vor der Sünde und Moral in der Gesellschaft“.

Um Liebe zu Gott zu entwickeln, müsst ihr prüfen,
ob jede eurer Handlungen Gott erfreut oder nicht.
Wenn ihr Gott erfreut, werdet ihr Angst vor der Sünde haben.
Wenn beides vorhanden ist,
wird sich die Moral in der Gesellschaft von selbst einstellen.

Alle Übel der heutigen Welt sind auf das Fehlen der Furcht vor der Sünde
und den Rückgang der Liebe zu Gott zurückzuführen.
Der Rückgang der Achtung vor den menschlichen Werten
hat den Weltfrieden untergraben.

Sri Sathya Sai, 25. Februar 1998

Wo ist Gott?

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 19. Februar 2023

Der Mensch wird zum Opfer des Ärgers.
Wer ist von dieser Wut betroffen?
Es sind nicht andere, sondern er selbst.

Es heißt: „Ärger ist der eigene Feind, Frieden ist das Schutzschild,
Mitgefühl ist die wahre Beziehung,
Glück ist wahrlich der Himmel und Elend ist die Hölle.“

Bemüht euch daher, euren Ärger zu kontrollieren.
Haltet euch nicht für besser als andere.

Wo ist Gott?
Er ist in jedem Menschen und in jedem Lebewesen gegenwärtig.

Deshalb heißt es: Eswara Sarva Bhutanam (Gott ist der Innewohnende aller Wesen).
Daivam Manusha Rupena (Gott nimmt die Gestalt des Menschen an).

Wenn ihr alles als göttlich betrachtet, werdet ihr euch niemals in Kritik ergehen.
Gott beurteilt einen Menschen nach seinen Gefühlen, nicht nach seinen Taten.

Gott ist Bhavapriya (jemand, der Gefühle liebt),
nicht Bahyapriya (jemand, der die äußere Show liebt).

Bemüht euch also, euren Blick nach innen zu richten.
Ein wahres menschliches Wesen ist, wer nach innen schaut.

Sri Sathya Sai, 12. März 2002

Was ist wahre Hingabe?

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 18. Februar 2023

Ganz gleich wo ihr sitzt, ob in der Gebetshalle oder anderswo,
wenn eure Gedanken auf Gott gerichtet sind,
seid ihr ein wahrer Gottgeweihter und werdet seine Gnade erlangen.

Wenn ihr euch müde fühlt, könnt ihr schlafen.
Dagegen gibt es keinen Einwand.
Doch im Schlaf mögen eure Gedanken auf die Gottheit fixiert sein.

Ist es nicht wegen eurer Liebe und Hingabe zu Gott, dass ihr den ganzen Weg
nach Prasanthi Nilayam gekommen seid, um an den Shivaratri-Bhajans teilzunehmen?

Ich verstehe eure Hingabe.

Ein wahrer Gottgeweihter braucht keine Annehmlichkeiten.
Er wünscht sich keinen Komfort.
Wo immer ihr hingeht, behaltet euren Geist unter Kontrolle
und richtet alle eure Gedanken auf Gott.

Das ist wahre Hingabe.

Leitet eure Aufmerksamkeit nicht auf physische Annehmlichkeiten.
Rezitiert immer das Panchakshari-Mantra, „Om Namah Shivaya“.
Wenn ihr es nur mit den Lippen rezitiert, wird es in weltlichen Klängen aufgehen.
Wenn ihr hingegen den göttlichen Namen aufrichtig und mit voller Konzentration
eures Geistes rezitiert, wird er sich in der ganzen Welt verbreiten.

Das Rezitieren des göttlichen Namens mit voller Konzentration des Geistes
ist echtes Sadhana (spirituelle Praxis).

Sri Sathya Sai, 19. Februar 2004

Die Reinigung des Herzens

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 17. Februar 2023

Die Einhaltung von Shivaratri dient der Reinigung des Herzens
durch Kontemplation Gottes.
Wenn das Herz gereinigt ist, wird das gesamte Leben geheiligt.
Wenn die Menschen gute Eigenschaften entwickeln und rechtschaffen handeln,
ist ein aufwändiger sozialer Wiederaufbau nicht nötig.

Junge Menschen sollten sich von schlechten Gedanken
und schlechten Gewohnheiten befreien.

Die spirituelle Suche kann nicht bis ins hohe Alter aufgeschoben werden.
Die Zeit, das Göttliche zu suchen, ist jetzt gekommen.

Denkt daran, dass es in dieser Welt nichts gibt, das so mächtig ist
wie der Name des Herrn, um sie zu schützen.
Es sind nicht Waffen und Bomben, die die Welt retten werden.
Nur die Gnade Gottes beschützt die Welt.
Es ist die oberste Pflicht des Menschen, um Gottes Gnade zu beten.

Das Gebet ist von höchster Bedeutung.

Zusammen mit Melodie und Rhythmus müsst ihr eurem Gesang Gefühl verleihen,
um den Bhajan zu einer heiligen Gabe an das Göttliche zu machen.

Ein Ragam (Melodie) ohne Bhavam (Gefühl) ist ein Ragam (eine Zumutung).
Verzichtet auf Eitelkeit und Exhibitionismus, ihr müsst die Bhajans
im Geiste der Demut und Hingabe singen.

Das ist die richtige Art, Bhajans zu singen.

Sri Sathya Sai, 13. Februar 1991

Subtiler als das Feinste und größer als das Größte...

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 16. Februar 2023

Jeder Mensch verehrt eine bestimmte Gestalt, je nach seinen Vorlieben.
Manche Menschen verehren Rama,
weil sie von Ramas Namen und seiner Gestalt angezogen werden.

Es ist der Finger, der auf eine Blume zeigt.
Genauso weisen Götzenbilder auf die Göttlichkeit hin.
Daher kann die Götzenverehrung nicht als töricht angesehen werden.

Vernachlässigt niemals Götzenbilder, nur weil sie träge sind.
Selbst in trägen Objekten gibt es Chaitanya (Bewusstsein).
Anoraniyan Mahato Mahiyan (Brahman ist subtiler
als das Feinste und größer als das Größte).
Dieses Bewusstsein ist im Kleinsten bis zum Größten vorhanden.

Aus eurer Sicht mag ein Objekt träge erscheinen,
aber aus der Sicht der Veden ist alles Chaitanya.
Es ist töricht, die Existenz von Chaitanya zu übersehen.

Man mag sich fragen:
Wenn Chaitanya allgegenwärtig ist,
warum ist es dann nicht mit bloßem Auge sichtbar?

Ihr seid euch alle der Tatsache bewusst,
dass in jedem Tropfen Milch Butter enthalten ist.
Könnt ihr ihre Existenz leugnen, nur weil sie mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist?
Um Butter zu gewinnen, muss die Milch gerinnen und dann gemolken werden.

Sri Sathya Sai, 12. März 2002

Mittwoch, 15. Februar 2023

Gott ist ein Bildhauer...

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 15. Februar 2023

Gott offenbart eine solche Gnade, dass jeder von euch
Gott ganz für sich allein hat; ihr braucht nicht traurig zu sein,
dass ihr ihn nicht habt, wenn andere ihn bekommen,
noch braucht ihr stolz zu sein, dass ihr ihn habt und
kein anderer ihn zur gleichen Zeit haben kann!

Gott ist auf dem Altar eures Herzens errichtet.
Bringt ihm euer ganzes Selbst, euer ganzes Leben dar;
dann wird eure Anbetung euch so schnell
und vollständig verwandeln und umwandeln,
dass ihr und er zu einer Einheit verschmelzen könnt.

Er denkt, fühlt und handelt wie ihr; ihr denkt, fühlt und handelt wie er.

Ihr werdet verwandelt, wie ein Felsen vom Bildhauer
in eine Statue verwandelt wird,
die die Anbetung von Generationen aufrichtiger Menschen verdient.
In diesem Prozess werdet ihr so manchen Hammerschlag,
so manche Meißelwunde ertragen müssen,
denn er ist der Bildhauer.

Er befreit euch nur von der Versteinerung!
Bringt euer Herz Gott dar, erfüllt von reiner Liebe zu Ihm!

Sri Sathya Sai, 23. November 1968

Die Liebe kann alles überwinden

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 14. Februar 2023

Alle Objekte in diesem sichtbaren Universum
sind äußerst schön, anziehend und erfreulich.
Das Göttliche ist dem gesamten Kosmos immanent.
Der Kosmos ist von Liebe erfüllt.

Das Höchste Selbst ist die Verkörperung der Liebe.
Wenn also Liebe auf Liebe trifft, verschmelzen sie.

Wenn ihr also eure Liebe entwickelt, werdet ihr befähigt,
die Einheit mit dem Göttlichen zu erreichen.
Die Liebe existiert für die Liebe und für nichts anderes.
Sie ist spontan und schenkt Freude.

Alles ist von der Liebe durchdrungen.
Die Liebe sieht mit dem Herzen und nicht mit den Augen.
Sie hört nicht mit den Ohren, sondern mit der Stille des Herzens.
Sie spricht nicht mit der Zunge, sondern aus Mitgefühl.

Mitgefühl, Freundlichkeit und Liebe sind verschiedene Wörter, die dasselbe bedeuten.
Liebe hat viele Synonyme.
Liebe kann nur aus dem Herzen kommen und nicht aus einer anderen Quelle.
Liebe ist unsterblich, nektarreich, glückselig und unendlich.
Ein von Liebe erfülltes Herz ist grenzenlos.

So wie Flüsse mit verschiedenen Namen und Formen im Ozean ineinanderfließen
und eins mit ihm werden, so dringt die Liebe in vielen Formen
in den Ozean des Herzens ein und wird mit ihm identifiziert.

Die Liebe kann alles überwinden.

Selbstlose, reine und ungetrübte Liebe führt den Menschen zu Gott.

Sri Sathya Sai, 25. Dezember 1995

Sonntag, 12. Februar 2023

Die Kontrolle der Sinne

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 13. Februar 2023

Ohne die Kontrolle der Sinne ist Sadhana unwirksam;
wenn die Sinne die Oberhand gewinnen, ist es,
als würde man Wasser in einem undichten Topf aufbewahren.

Wenn die Zunge nach einer Delikatesse verlangt,
versichert ihr, dass ihr ihren Launen nicht nachgeben werdet.
Wenn ihr darauf besteht, ihr einfache Speisen zu geben,
die weder schmackhaft noch scharf sind, aber reichlich sättigen, wird sich die Zunge
vielleicht ein paar Tage lang sträuben, aber sie wird es bald begrüßen.

Das ist der Weg, sie zu und die bösen Folgen ihrer Herrschaft zu überwinden.

Da die Zunge ebenso hartnäckig auf Skandal und lüsternes Gerede aus ist,
müsst ihr auch diese Tendenz zügeln.
Redet wenig, redt sanft, redet nur, wenn es dringend nötig ist,
redet nur mit denen, zu denen ihr müsst, und schreit sie nicht an
und erhebt nicht die Stimme, weder im Zorn noch in der Aufregung.

Eine solche Kontrolle wird die Gesundheit und den geistigen Frieden verbessern.
Sie wird zu besseren Beziehungen in der Öffentlichkeit
und zu weniger Kontakten und Konflikten mit anderen führen.

Sri Sathya Sai, 23. November 1968

Seht euch selbst als göttlich an!

Gedanke für den Tag aus Prasanthi Nilayam

vom 11. Februar 2023

Es gibt eine Geschichte, nach der Lakshmi eines Tages Gott Vishnu fragte,
ob die Menschen sich jemals Gott zuwenden würden, da er sie mit den Fähigkeiten
und Materialien ausgestattet habe, die für ein bequemes Leben notwendig seien.

Vishnu antwortete:
„Ich habe sie mit zwei Eigenschaften ausgestattet, die sie zu mir ziehen werden:
Gier und Unzufriedenheit.“

Wenn der Mensch sich Gott zuwendet und sich von der Bindung an die Welt löst,
wird er nicht mehr unter Gier und Unzufriedenheit leiden.

Zwischen den beiden Dämmen,
„Anhaftung an das Göttliche“ und „Loslösung vom Weltlichen“,
kann der Strom des Lebens ungestört in Geschwindigkeit und Richtung
zum Ozean der göttlichen Gnade fließen.

Seht euch selbst als göttlich an; seht andere als göttlich an.
Wendet euch von allem anderen in euch und in anderen ab.

Das ist die Essenz von Sadhana (spirituelle Übung).

Sri Sathya Sai, 16. August 1968